So analysieren Sie die Performance von F1‑Fahrern über mehrere Rennen
21.09.2026Rohdaten sammeln – das Fundament
Erstmal Daten horten, nicht nur das Ergebnis‑Blinken. Quali‑Position, Rundenzeiten, Reifenwahl, Wetterbedingungen – das volle Paket. Ohne das ist Ihre Analyse ein Flickenteppich.
Hier ein Hinweis: Nutzen Sie offizielle Timing‑Feeds, Telemetrie‑Logs und natürlich das Renn‑Review von wettenformel1.com. Einmal die Daten im CSV‑Format, dann kann’s losgehen.
Key‑Metrics festlegen
Sie wollen nicht jede Kleinigkeit auswerten – das frisst Ressourcen. Fokus auf drei Kennzahlen: Durchschnittliche Rundenzeit (DRT), Positionsveränderung (PV) und Reifen‑Degradation‑Index (RDI).
Kurzer Fact: Der DRT gibt Aufschluss, wie konstant ein Fahrer über die Strecke hinweg agiert – ein niedriger Wert bedeutet Speed, ein hoher Wert Schwankungen.
Und hier ist warum: PV misst, ob ein Fahrer nach dem Start nach oben klettert oder im Chaos versinkt. RDI zeigt, ob er die Gummis clever managt oder das Blatt verliert.
Durchschnittliche Rundenzeit
Rechnen Sie die Summe aller Rundenzeiten und teilen Sie durch die absoluten Runden. Vergessen Sie nicht, Safety‑Car‑Phasen auszuschließen – die verzerren sonst das Bild.
Ein schneller Tipp: Setzen Sie einen Schwellenwert von ±0,5 s zum Mittelwert der Top‑5‑Fahrer, um Ausreißer zu identifizieren.
Positionsveränderung
Start‑ zu Ziel‑Position minus Startposition = PV. Negative Zahlen zeigen Abstieg, positive Aufstieg.
Wenn ein Fahrer regelmäßig fünf Plätze vorrückt, dann ist das ein starkes Zeichen für Renn‑Intelligenz.
Reifen‑Degradation‑Index
Vergleichen Sie die ersten drei Runden mit den letzten drei. Der Unterschied geteilt durch die Anzahl der gefahrenen Runden ergibt den RDI.
Ein niedriger RDI = schonende Fahrweise, hoher RDI = aggressive Strategie.
Trendanalysen bauen
Jetzt wird’s dynamisch. Plotten Sie die Kennzahlen über die letzten zehn Rennen. Achten Sie auf Auf‑ und Abschwünge.
Ein Beispiel: Wenn der DRT über fünf Rennen stetig sinkt, dann haben Sie einen Fahrer, der an Tempo gewinnt – ein potenzieller Sieger.
Und hier ein Trick: Kombinieren Sie DRT und RDI, um zu sehen, ob ein Fahrer schneller wird, weil er die Reifen besser nutzt oder weil das Auto einfach besser ist.
Vergleich mit dem Feld
Statistiken sind nur so gut wie ihr Kontext. Gegenüberstellung mit dem Durchschnitt aller Fahrer, mit den Top‑3 und mit dem Median liefert Klarheit.
Wenn Ihr Fahrer den RDI unter dem Feld liegt, aber den DRT nicht, dann liegt das Problem in der Streckenbeherrschung, nicht in den Reifen.
Handlungsempfehlung
Schauen Sie sich den letzten Grand Prix an, isolieren Sie den DRT, berechnen Sie den RDI, prüfen Sie die PV und passen Sie die Strategie für das nächste Rennen an – sofort.

